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Wie das Desaster seinen Lauf nahm!

 

Es war der „Kirschtamunta 2001“, also der Montag nach dem traditionellen Jörgina Kirschta, als ein paar hartgesottene Musikanten zu später Stund’ noch zu ihren Instrumenten griffen und einfach drauflosspielten, was Ihnen gerade in den Kopf kam. Das ganze entwickelte sich zu einer unterhaltsamen Feier bis in die frühen Morgenstunden.

Alsbald die Bande sich das nächste Mal in geselliger Runde befand, wurde dieses improvisierte Spielen wiederholt. Und so kam es wie es kommen musste: Im Fasching 2002 entschloss man sich mit den paar Musikstücken, die man im Kopf hatte, eine Tagestour durchs Tauferer Ahrntal zu machen. Mit dieser Tour wollte man sich und den Faschingsnarren einen unterhaltsamen Tag bescheren. Da man um eine einheitliche Verkleidung bemüht war, entschloss man sich auf weiße Chemieanzüge, im puschtra Dialekt „Chemietutta“ zurückzugreifen. Auch wenn zwei der Musiker an diesem Abend noch aufgrund der lauten Spielweise mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, dem Werdegang der „Chemietuttn“ konnte dieser Vorfall nichts anhaben. Die Chemietuttn waren geboren!!!

Ab nun häuften sich die Auftritte der „Tuttn“, wie sie von ihrer Anhängerschaft oft liebevoll genannt werden und es galt mehr als nur eine Hand voll Stücke zur Darbietung zu bringen. Hier kam nun natürlich das musikalische Genie des Robert Neumair zum Tragen. Er komponierte und arrangierte einige Musikstücke für diese außergewöhnliche Besetzung und nahm auch sonst die Zügel der Gruppe etwas in die Hand. Er war es auch, der im Herbst 2002 das wohl bis jetzt für die „Tuttn“ beeindruckendste (aber nicht letzte) Gastspiel, nämlich im Hofbräuhaus in München organisierte! Doch auch weitere Engagements, wie beim Altstadtfest in Bruneck, der Straßenküche in Sand in Taufers, dem Almhüttenfest in Weißenbach, usw. oder aber die jährlichen Ausflüge an den Ammersee zum Musikerkollegen, dem „Weißwurscht Peda“ waren von äußerst angenehmer Natur für das Ensemble. Dieses Wohlgefühl übertrug sich zumeist auf das Publikum, wahrscheinlich auch gerade deshalb, da der Grundtenor immer derselbe blieb und zwar, dass der Spaß am Musizieren und die Kollegialität untereinander im Vordergrund stehen.

Seit dem Jahr 2003 bestehen die „Chemietuttn“ nun aus drei Schlagzeugern und neun Bläsern, darunter sich auch Starfriseur Rudy Huber einen Platz in der Stammformation erkämpft hat. Auch wenn seine Tonlage nicht immer eindeutig definierbar ist, wie hinter vorgehaltenen Händen gemunkelt wird, so ist sein äußeres Erscheinungsbild bei den „Chemietuttn“ nicht mehr wegzudenken.

Davon kann sich jeder bei den nächsten Auftritten selbst überzeugen!


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